Pflege

Die richtige Geranien-Pflege:

Das sollten Sie wissen!

Wie pflanzt man eine Geranie am besten ein? An welchem Standort fühlt sie sich am wohlsten? Wie oft sollte man gießen – und was passiert, wenn sie zu viel Wasser bekommt? All diese Fragen sind wichtig, wenn man seine Geranien bestmöglich versorgen will.
Zugegeben, die Geranie ist eine der pflegeleichtesten Pflanzen überhaupt – sie ist überhaupt nicht anspruchsvoll, dafür aber sehr robust und widerstandsfähig. Eigentlich blüht und gedeiht sie von selbst. Die Betonung liegt hier allerdings auf dem Wörtchen „eigentlich“, denn ein bisschen Unterstützung braucht sie doch – ob bei der Wahl des richtigen Standorts, der passenden Erde oder des Düngers.
Da wäre zuerst einmal der Standort: Der sollte am besten vollsonnig bis halbschattig sein. Je mehr Sonne die Pflanze abbekommt, umso mehr Blüten treibt sie und umso farbenfroher wirkt sie. Ein bisschen Wind ist für sie kein Problem, das hält sie gut aus, aber wenn sie regelmäßig stärkere Böen abbekommt, kann es sein, dass ihre Triebe abbrechen. Geranien mögen keinen Dauerregen, daher sollten sie etwas regengeschützt stehen.

Wie pflanzt man Geranien ein?

Wenn der perfekte Standort gefunden ist, geht es ans Einpflanzen. Da Geranien kälteempfindlich sind, sollten sie erst dann nach draußen gepflanzt werden, wenn kein Frost mehr droht. In Deutschland ist das ab Mitte Mai – nach den Eisheiligen – der Fall. Vor dem Auspflanzen sollten sie sich schon an die Außentemperatur gewöhnen, indem sie tagsüber draußen stehen und nur dann geschützt werden, wenn Frost droht. Diesen Vorgang nennt man auch „Abhärten“.
Wenn dann der passende Zeitpunkt zum Einpflanzen im Beet oder auf dem Balkon gekommen ist, sollte man beachten: Geranien brauchen genügend Platz. In einen 100 Zentimeter langen Balkonkasten sollten beispielsweise nur vier, höchstens fünf Geranien gepflanzt werden. Jede Pflanze hat dabei also mindestens 20 Zentimeter Abstand zu ihrem Nachbarn. Zudem sollten die Kästen oder Töpfe mindestens 18 Zentimeter hoch sein: Das ist die richtige Höhe, damit sich die Wurzeln gut entwickeln und sie ausreichend Wasser erhalten.

Wie oft sollten Geranien gedüngt werden?

Am besten ist es, wenn man die jungen Geranienpflanzen schon in vorgedüngte Erde setzt: Sie brauchen gerade in ihrer Wachstumsphase viele Nährstoffe, um gut gedeihen zu können. Besonders wohl fühlen sie sich in spezieller Geranienerde. Vier Wochen nach der Pflanzung in vorgedüngte Blumenerde sollte mit dem Nachdüngen begonnen werden.
Nachdüngen bedeutet: Einmal pro Woche sollte man dem Gießwasser einen handelsüblichen Geranienflüssigdünger oder einfach einen Balkonpflanzendünger zufügen. Wer sich das
Nachdüngen sparen möchte, mischt die Geranienerde vor dem Bepflanzen mit einem Langzeitdünger. Damit entfallen die wöchentlichen Flüssigdüngergaben.

Und wie oft sollten Geranien gegossen werden?

Geranien benötigen ausreichend Wasser – nur dann können sie gut wachsen und reichlich blühen. Allerdings dürfen die Pflanzen nicht nass stehen, mögliches Stauwasser kann zu Wurzelfäule und sogar zu Pilzerkrankungen führen. Daher sollte man besser häufiger, dafür aber jeweils eine geringere Menge gießen.
Dabei ist es wichtig, immer wieder darauf warten, dass die Erde abtrocknet. Zudem gilt: Beim Kauf von Balkonkästen immer darauf achten, dass sich kein Stauwasser bilden kann. Wer sich einen Wasserspeicherkasten kauft, braucht sich über zu nasse Blumenerde keine Sorgen zu machen.

Welche weitere Pflege brauchen die Geranien?

Wenn die Geranien nun erst einmal eingepflanzt sind, dann kann man wirklich kaum noch etwas falsch machen: Abgesehen von Wasser und ab und zu etwas Dünger brauchen sie tatsächlich kaum Pflege. Nur ab und zu sollte man sie ausputzen, das heißt: verblühte Blätter und Blüten abschneiden oder abbrechen – ansonsten blühen sie ohne viel Zuwendung von Mai bis Oktober. Und im Oktober? Da kann man sie, wenn man will, überwintern.
Das funktioniert, indem man die Geranie vor dem ersten Frost stark zurückschneidet. Dann nimmt man sie aus dem Beet oder Blumenkasten, entfernt die lockere Erde ohne allzu viele von den feinen Wurzeln zu zerstören, stellt sie in einen Topf und bedeckt sie mit einer Mischung aus Sand und Erde. Sie sollte bei fünf bis zehn Grad an einem hellen Ort stehen, dabei die Erde-Sand-Mischung immer leicht feucht gehalten werden. So kommt die Geranie meist gut über den Winter – und blüht im nächsten Jahr erneut!